Steine und Erde 2007 Sonntag - 14.10.2007 - ab 14:00 h

Eine Ausstellung in der Garrigue von Collorgues :
Irmgard List, Therese Bébié Haeberli, Anne Pham Nanouk, Catherine Leveque, Claudine Dumur und Jürgen Paqué
Garrigue - eine fast undurchdringliche, wilde Landschaft, offensichtlich menschenfeindlich, eine Natur, die chaotisch scheint, eine paradiesische Flora- und Faunavielfalt. 
Garrigue - eine ehemals kultivierte Landschaft mit vielen Spuren einer Bevölkerung seit  prähistorische Zeiten bis zu unseren Tagen, voll von Überraschungen, in kontinuierlicher Entwicklung, eine Landschaft, die alle unsere Sinne anspricht.
Während ein Teil der Skulpturen von Jürgen Paqué am Wege stehen, die durch die Garrigue   vorgeschlagen ist, werden die Arbeiten von Irmgard List, Therese Bébie Haeberli, Catherine Leveque, Nanouk Anne Pham und Claudine Dumur  vor allem am "Garrigue-Museum" (eine Ruine) ausgestellt.
 
Irmgard List: sie arbeitet mit der Erde (dem Lehm) seit mehr als dreißig Jahren. Ihre Technik besteht besonders in der "freien Konstruktion". Ihre Gegenstände und Skulpturen gleichen natürlichen Formen und zeigen oft Reminiszenzen der Symbolik von archaischen Künstlern. All ihre Werke sind einmalige Exemplare, kein Gegenstand gleicht einen anderen, ähnlich der unerschöpfliche Vielfalt in der Natur - insbesondere der Garrigue. 
So fasziniert diese alte gebändigte Landschaft und inspiriert Irmgard List: aus knetbarer und plastischer Erde schafft sie -, indem sie sich der Techniken der archaischer Keramiker bedient - diese Gegenständen, die bei jedem Wetter  widerstandsfähig sind, wie in der Zeit, in der das Feuer seine Prägung hinterlässt, ohne dass der Künstler interveniert.
Therese Bébié Haeberli: Die Kunst - Therapeutin und Pädagogin verfolgt in ihrem künstlerischen Vorgehen in mehr als 3 Jahrzehnten das Studium der Natur der ursprünglichen Grund - Elemente: das Feuer, die Erde, das Wasser und die Luft. Sie findet in ihrer künstlerischen Arbeit sowohl eine Rückkehr zu den Quellen als auch eine neue Energie für ihre professionelle Tagesarbeit. Der natürliche Lebensraum Garrigue fasziniert sie und ihre Inspiration führt zur Kunst - das abstraktem Material in Vögel umzuwandeln, die in der  betreffenden Garrigue leben. Ihre Skulpturen sind aus Keramik, Marmor, Alabaster, und Speckstein den sie schneidet, bearbeitet und poliert.
Catherine LEVEQUE: Mein bevorzugtes Material ist im allgemeinen der Beton, anpassungsfähig und fest. Der Lehm, das Porzellan, das Eisen, die Hölzer, die Papiere und die Plastiken erschließen mir ihre Reichtümer und Persönlichkeit. Ich schaffe ein Projekt entsprechend dem Ort, dem Zusammenhang, der Menschen, dem Budget. Ich arbeite im Team für Museen, öffentliche Räume,  Ausstellungen, die mir eine neue Problematik eröffnet, die mich erweitert und meine eher einsame Werkstattarbeit bereichern. Die Interventionen an Schule hat zu schönen Begegnungen geführt. "Einem Kunstwerk, einen Ausdruck zu geben, auf eine Ausdruck reduzieren, aus keinen anderen Grund als zu sein, um an ein Zitat von René Char zu erinnern
 Nanouk Anne Pham: Ich erzeuge hauptsächlich Steingut oft sehr stark gebrannt, manchmal Porzellan oder einmalige Stücke in  Steingut ; alle Formgebungstechniken, gebrannt bei1300°; sehr bildlicher Dekor, besonders blauer matter Email von Kupfer. Ich bleibe der Idee des Behälters treu, symbolische Gegenstände, die uns durch das Leben begleiten, unsere Mahlzeiten, unsere Feste, unsere Toten vielleicht.
Claudine Dumur: Ich habe zuerst nur den Lehm,in intuitiver Art und Weise modelliert...
Danach der Stein, den Kunststoff, das Polystyrol und haben durch verschiedene Formen mein Konzepte der Skulptur gefunden.
Die Entdeckung des Raku hat mich auf die Erde "zurückgebracht".
Ich mag die zufällige Wechselwirkung mit dem Feuer, dem Umwandlungsvorgang des Materials, den Farben und den Formen.
So werden Figuren geboren, die durch die Bewegung versuchen, das Unfühlbare auszudrücken.
 

Jürgen Paqué: Es sind nun mehr als etwa zehn Jahre, dass er täglich in der Garrigue sein Gelände findet, auf dem er mehr als hundert Kunstwerke mit außergewöhnlichen Charakters schuf: er gab vielen formlosen Steinen, Holz toter Bäume, den vergessenen Überresten der menschlichen Zivilisation - an der Stelle, wo er sie gefunden hat - eine neue Identität, indem er diese Fundsachen aufrichtetet, um schließlich abstrakte Skulpturen und Installationen zu errichten.
Das Ergebnis ist eine Anzahl mythischer Kreaturen, die - in den Augen des Zuschauers - einen zeitlosen Eindruck haben, da sie ihren Platz seit Jahrhunderten einnehmen könnten. Eine Anzahl dieser Werke scheint, gegen jedes Naturgesetz in Stand absoluter Schwerelosigkeit zu sein, und der Zuschauer wird versucht, die Kräfte zu untersuchen, die sie binden, und die sie unterstützen. Es handelt sich um sorgsam ausgewogene zerbrechliche Gegenstände - die jedoch, manchmal  einstürzen unter dem Einfluss eines starken MISTRAL oder eines neugierigen Betrachters. Aber immer werden die niedergefallenen Kreaturen wieder belebt, denn Jürgen Paqué richtet sie wieder auf, oft in geänderter Version.


Sonntag - 14.10.2007 - ab 14:00 h

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Geführte Wanderung, Dauer: 1:15 h, Start: Place du Platane 14:00 h (Collorgues)